Musiktherapie und Demenz

Ambulante, kulturelle Betreuungsassistentin für senioren

Alltagsbegleitung nach § 87b

Im Rahmen einer ambulanten Alltagsbegleitung suche ich gern Senioren auf und bringe "Kultur im Koffer" mit !


Mein musiktherapeutisches Angebot ist auf Senioren und demente Personen abgestimmt.
Gerne biete ich gemeinsames Singen mit Begleitung auf Gitarre an.
Ebenso spiele ich dem Senioren/der Seniorin bekannte Lieder vor. Oft ergibt sich auch bei stark dementen Personen,
dass sie angeregt werden, sich sichtbar erinnern, oder sogar mal eine Liedzeile mitsummen oder mitsingen oder die Worte formen.
Ich habe auch weitere, einfache Instrumente dabei (z.B.Triangel), falls der Senior/die Seniorin mitmusizieren möchte.
Musik bei Demenz regt nachweisbar die Gehirnregionen an. Rückerinnerungen an Lieder sind möglich, was das Selbstwert- und das Lebensgefühl erhöht.

Außerdem biete ich für fittere Personen an:
Gedächtnistraining
gemeinsames oder angeleitetes Malen
Kneten

neue Medien:
Hilfe am PC
Film drehen
Fotografieren

 

15,- Euro/Stunde plus Fahrtkosten

 

(Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe werden die Kosten von der Kasse übernommen.)



Gemeinschaftswerke mit den Senioren

Und wie kann Musik bei Demenz hilfreich sein?

Auch hier belegt eine Studie die Wirkung von Musik und vergleicht eine an Demenz erkrankte Seniorengruppe mit einer Gruppe gesunder Senioren


Die Aufgabe: 80 Gedichte und Lieder sollten wiedererkannt werden, die entweder mit Melodie oder nur mit Text vorgestellt wurden.
Die Kontrollgruppe erkannte sowohl die gesprochenen als auch die gesungenen Kinderlieder sehr gut wieder, die Alzheimer
-Patienten erkannten die gesungenen Lieder deutlich besser als die gesprochenen Liedtexte.

Die an Alzheimer erkrankten Patienten profitieren also vom Musizieren, auch, weil das auditive System
relativ spät von den die Alzheimer-Krankheit bedingenden Faktoren Plaques und Fibrillen betroffen ist.
Das Singen ermöglicht außerdem eine stärkere emotionale Bindung, etwa durch Erinnerungen.
Die zweite, allerdings noch nicht veröffentlichte Studie testete die Wiedererkennung von bekannten
Originalmelodien und verzerrten Melodien.
Zusätzlich musste erkannt werden, ob es sich bei der Melodie um einen Bestandteil eines Liedes
oder um ein Instrumentalstück handelt. Drei Gruppen nahmen teil: gesunde Senioren, Senioren mit einer
möglichen Vorstufe der Demenz und an Alzheimer erkrankte Senioren.
Die Kontrollgruppe mit den gesunden Teilnehmern hatten keine Probleme mit der Aufgabe, die
Melodien zu benennen, konnten jedoch die Verzerrungen nicht gut erkennen.
Sie konnten nicht gut zwischen einer für Sänger oder für Instrumente gedachten Melodie unterscheiden.

Die leicht erkrankte Gruppe erzielte bessere Ergebnisse in den Aufgaben 2 und 3, hatte dafür mehr Probleme bei der
Titelbenennung. Ganz ähnlich war es bei den an Alzheimer erkrankten Patienten.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die erkrankten Senioren ein besseres prozedurales musikalisches
Gedächtnis haben als die gesunden Senioren. Die Gesunden werden durch die Suche nach dem Titel so abgelenkt
vom musikalischen Prozess, dass sie mit der Lösung dieser musikalischen Aufgaben (Erkennung von Verzerrungen der Melodie)
überfordert waren.

Musik mit älteren Menschen
Einige Aspekte der Musiktherapie bei Demenz:


- rezeptiv:

- Angstlösend (psychovegetative Stimulation)
- Motorische Aktivierung
- Stimmungsinduktion
- Öffnung positiv besetzter Erinnerungsinhalte
- Sensomotorische Aktivierung
- Kathartische Prozesse durch Identifikation
- Wahrnehmungsschulung: „sich und andere hören“

- aktiv:
- Kommunikationsaspekt
- Selbstwirksamkeit (Ich-Stärkung)
- Kathartische Prozesse
–Trance - Flow
- Senso-motorische-emotionale Integration
- Vegetative körperliche Auswirkungen

Der Begriff „Musiktherapie“ kann in manchen Bereichen durch den Begriff „Musizieren“ ersetzt werden,
wobei die Therapie einige der Faktoren gezielter angehen kann.

Musik kann der Demenz vorbeugen.

469 Personen über 75 Jahre wurden über 5 Jahre hinweg begleitet und auf ihre Entwicklung hin untersucht:
In dieser Zeit entwickelten 125 Menschen Demenz (27%).
Von denen, die mehrfach wöchentlich Musik machten, entwickelten aber nur 19% eine Demenz,
Von den Teilnehmern, die Schach spielten, 14%, Der Prozentsatz der am Gruppensport und Spielen
Teilnehmenden betrug 17%. Der soziale Aspekt spielt bei allen Freizeitbeschäftigungen
eine große Rolle. Daher ist zu erwarten, dass er den Aufbau der Nervenreserven begünstigt.

(c) Musik mit älteren Menschen
Erster Bundesfachtag Musikgeragogik
29. September 2011 in Rendsburg

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